Unterstützung für die Flüchtlinge in Odenthal

Die weltweiten Krisen, vor allem in Syrien, Libyen,  im Irak und in Afghanistan, aber auch aus dem ehemaligen Jugoslawien und Russland haben zu einer enormen Flüchtlingswelle geführt. Die Bundesrepublik Deutschland  ist hiervon in erheblichem Masse betroffen – in 2015 sind mehr als 1 Mio Menschen zu uns gekommen. 

Es ist nicht davon auszugehen, dass diese Zahl kleiner wird – und die Flüchtlinge, die in der Bundesrepublik leben, werden auch noch eine Weile hier bleiben, da vermutlich die Situation in ihren Heimatländern sich nicht schnell und wesentlich verbessern wird. Wenn überhaupt.

Hinter diesen Zahlen verbergen sich teilweise dramatische Schicksale. Flucht, Vertreibung. Krieg, Bedrohung haben die hier Ankommenden zum Teil erheblich traumatisiert. Hier sind die Flüchtlinge zwar in Sicherheit, haben aber aufgrund einer Vielzahl von vor allem administrativen Hürden häufig keine Möglichkeit, sich zu integrieren. Dies gilt insbesondere für die bestehenden gesetzlichen Restriktionen bei der Arbeitssuche. So dürfen die Menschen bis zum Erhalt einer endgültigen Aufenthaltserlaubnis nicht gegen Bezahlung arbeiten.

Die beengte Wohnsituation, teilweise mit verschiedensten Nationalitäten, Ethnien und Religionen sind eine weitere Herausforderung für das Zusammenleben der Asylanten.

In Odenthal leben aktuell über 300 Flüchtlinge an verschiedenen Standorten – in Voiswinkel, Höffe, Altenberg, Steinbach, Blecher sowie in Odenthal selbst. Sie werden hier in der Zwischenzeit auch von der Gemeinde intensiv betreut; die Gesamtkoordination obliegt dem Bürgermeister, Herrn Lennerts. Unsere Sozialarbeiterin, Frau Brandt ist hierfür nun auch vollzeit engagiert; Herr Langkau in Abstimmung mit Bergisch Gladbach teilzeit. Die Telefon-Nummern finden Sie auf der Homepage der Gemeinde.

Ehrenamtlich "unterwegs" ist der AK Asyl. Dies ist eine  Gruppe von Ehrenamtlern, der von den beiden katholischen Pfarrgemeinden und der evangelischen Pfarrgemeinde in Odenthal unterstützt wird. („AK Asyl“). In diesem Arbeitskreis arbeiten ca. 70 Personen um den langjährigen Leiter, Herrn Michael Burgmer. Die Verantwortlichen der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden sind ebenfalls im Arbeitskreis vertreten. Neben der persönlichen Betreuung unterstützen die Mitglieder die Asylanten bei Behördengängen, Arztgängen, Kontakten zu Rechtsanwälten oder Banken sowie notwendigen Besorgungen. Wenn Sie unterstützen wollen:wenden Sie sich am besten per Mail an den Arbeistkreis: info@ak-asyl-odenthal.de., man wird sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen, um die Hilfe "passgenau" zu koordinieren.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist natürlich auch sehr aktiv. Hier ist vor allem - in Zusammenarbeit mit der Gemeinde - die Sammlung von Kleiderspenden in der Künstlerscheune im Zentrum von Odenthal zu erwähnen. Wenn Sie passende Kleidung spenden möchten und keine Gelegenheit haben, sie abzugeben, können Sie gerne unter 02174- 45 55 eine Nachricht hinterlassen; es wird dann jemand Ihre Spende abholen.

Das Gymnasium Odenthal engagiert sich unter dem Titel "GO-Asyl" mit verschiedenen Aktionen (Willkommensfrühstücken, Sport- und Sprach-Angeboten, Unterrichtsprojekten sowie anderen Begegnungs- und Unterstützungsaktionen) für ein gutes Zusammenleben auf dem Schulgelände. Kerstin Usadell-Anuth und Georg Wisskirchen koordinieren das Engagement der SchülerInnen, LehrerInnen und Ehemaligen. Informationen über die "GO Asyl" finden Sie hier.  

Wenn Sie unsere neuen Mitbürger kennenlernen wollen: Die Teestube der evangelischen Domgemeinde  bietet an jedem Dienstag von 20 bis 22 Uhr gute Gelegenheit (Martin-Luther-Haus, Uferweg 1 in Altenberg). Oder das etwas ruhigere Sprechcafe der Katholischen Pfarrgemeinde, Dorfstrasse 4 in Odenthal. Das findet donnerstags ab 19.30 Uhr statt.